Die Kinderkrebsstation muss im Ludwigshafener Annastift
über den 31.12.2007 hinaus bestehen bleiben!
 

Über die Zeitung wurden Eltern, Geschwister und Angehörige krebskranker Kinder am 17.03.2007 informiert, dass die Kinderkrebsstation des St. Annastiftskrankenhauses in Ludwigshafen am Rhein kurzfristig zum 31.12.2007 geschlossen werden soll.

Die angekündigte Schließung der Kinderkrebsstation löst bei uns Eltern Entsetzen und Sprachlosigkeit aus.

Ursprünglich sollten innerhalb von noch nicht mal zwei Wochen zum 31.03.2007 momentan auf der Station in Behandlung befindliche, schwer kranke Kinder in andere Kliniken verlegt werden. Dieses konnte gerade noch verhindert werden. Wohin es aber geht, wissen weder Kinder noch Eltern. Für viele Kinder bedeutet es, dass quasi sofort die Klinik gewechselt werden müsste, weil neue Therapiephasen einen „Umzug“ in der Zukunft erschweren würden.

Die betroffenen Kinder befinden sich zum Teil aber schon monatelang auf der Station. Das zu den Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal aufgebaute Vertrauen ist aber für den Therapieerfolg enorm wichtig.

Der Verlust dieser Vertrauenspersonen ist für die Betroffenen in der gegenwärtigen Situation unerträglich und im Ergebnis unverantwortlich. Die Verträglichkeit - insbesondere der Chemotherapie und damit auch der Behandlungserfolg - hängt maßgeblich von der Qualität des Beziehungsgeflechts, der Vertrauensbasis und dem Wohlbefinden ab.

Die Bekanntgabe der überstürzten Schließung über eine Zeitung war skandalös.

Die zweitgrößte Kinderklinik in Rheinland Pfalz und die einzige in kirchlicher Trägerschaft will sich verantwortungslos aus der Behandlung krebskranker Kinder zurückziehen.

Die Betroffenen haben sich deshalb spontan zusammengeschlossen und derart öffentlichen Protest organisiert, dass der Träger des Krankenhauses angesichts von angekündigten 5.000 Demonstranten und Intervention der gesamten Öffentlichkeit am 23.03.2007 eine Vereinbarung unterzeichnete, die den Fortbestand der Kinderkrebsstation zumindest bis zum 31.12.2007 sichert. Die Fristverlängerung war grandioser Teilerfolg !

Wir kämpfen weiter dafür, dass die Kinderkrebsstation Michael II im Annastift erhalten bleibt. Dies ist machbar ! Man muss es nur wollen!

Der Träger des Krankenhauses behauptet, er könne aufgrund der rechtlichen und tatsächlichen Gegebenheiten die Station nicht fortführen. Er bleibt aber eine Erklärung schuldig, ob er dies überhaupt wollte/will. Die Geschäftsführung des Krankenhauses hat bereits bei der überstürzten Schließung falsche Gründe vorgeschoben. Es ist anzunehmen, dass sich die Geschäftsführung nur von einem unrentablen Krankenhausbereich trennen will. Koste es was es wolle ! Alle vorgeschobene Hürden könnten jedoch - nach Meinung der Elterninitiative - im "Schulterschluss" genommen werden !