- letzte Aktualisierung 31.07.2009 / 20:30 Uhr  - 439. Aktualisierung seit dem 20.03.2007 - 

 


*** ACHTUNG - WICHTIG - nun wird auch die Kinderkrebsambulanz im St. Annastiftskrankenhaus zum 01.09.2009 endgültig geschlossen - näheres dazu in Kürze !!! ***

Eilnachricht zum 31.07.09: Die Geschäftsführung des St. Marien- und Annastiftskrankenhauses gibt nun auch die ambulante Behandlung krebskranker Kinder im St. Annastiftskrankenhaus auf. Die Öffentlichkeit wurde über die Rheinpfalz am 31.07.2009 über die Schließung informiert.

Ab dem 1.9.2009 gibt es keine Kinderonkologie in der Vorderpfalz !
 

Damit verwirklicht sich die Prognose der Elterninitiative, die den isolierten Bestand einer ambulanten Kinderkrebsbehandlung in Ludwigshafen bereits bei der Diskussion um die Schließung der Kinderkrebsstation Michael 2 dauerhaft für unrealistisch ansah (vgl. Schreiben der Elterninitiative an OB Dr. Lohse vom 12.09.08) und eine Schließung innerhalb von zwei Jahren nach Schließung der Kinderkrebsstation (31.12.2007) prognostizierte.

Soweit der Träger zur Rechtfertigung der Schließung darauf verweist, dass es sich bei der Ambulanz um eine an die Chefärztin gekoppelte Ermächtigungsambulanz gehandelt habe, hat die Geschäftsführung dies bei den früheren Zusicherungen gegenüber den Eltern, den örtlichen politischen Vertretern und den Medien bewusst unerwähnt gelassen, um die oftmals vom Krankenhausträger, dem Land und der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin zitierten „Nachhaltigkeit“ (vgl. Schriftsatz der OB Dr. Lohse vom 06.09.2007 m.w.nw.) der Lösung nicht in Zweifel zu ziehen.

Da die Kinderkrebsambulanz zum 01.09.2009 schließt, ist auch der Kooperationsvertrag aus dem Jahr 2007 mit dem Mannheimer Universitätsklinikum bereits nach kurzer Zeit hinfällig, mit dem laut dem Träger des Krankenhauses, dem Land, und der Oberbürgermeisterin angeblich „langfristig eine qualitätsgesicherte und wohnortnahe Versorgung der Kinder aus Ludwigshafen gewährleistet sei“ (Brief der OB vom 06.09.20070 ).

Soweit der Kooperationsvertrag sowohl von der Sozialministerin Malu Dreyer und den Kostenträgern begrüßt wurde, wurden die damaligen Bedenken der Eltern sträflich verworfen.

Weder der Krankenhausträger, noch das Land oder die Oberbürgermeisterin haben Anstrengungen unternommen, die ambulante Versorgung krebskranker Kinder auch für die Zukunft in Ludwigshafen bzw. der Vorderpfalz zu sichern, weil sie – wie die Eltern bereits im Jahr 2007 feststellten – davon wissen, dass die isolierte Kinderkrebsambulanz keine dauerhafte Lösung sein kann. (vgl.  Schreiben der Elterninitiative an OB Dr. Lohse vom 12.09.07).

Die Eltern der an Krebs erkrankten Kinder akzeptieren den persönlichen Schritt von Frau Dr. Selle und sind ihr unendlich dankbar dafür, dass diese auch noch über zwei Jahr nach Schließung der Kinderkrebsstation ihr professionelles Wirken im Rahmen der ambulanten Behandlung für die Kinder der Region fortgesetzt hat.

Wenn Frau Dr. Selle als bundesweit ankerkannte und geschätzte Kinderonkologin nunmehr in Berlin nicht nur ambulant sondern auch stationär tätig sein wird, hat ihr professionelles Wirken wieder die Reichweite, die man sich für so eine Spezialistin zum Wohle betroffener Kinder wünscht. Die Region Berlin ist zu beglückwünschen.

Nicht nur Frau Dr. Selle sondern auch den MitarbeiterInnen des St. Annastifts- und Marienkrankenhauses gilt der Dank für die ausgezeichnete Behandlung und für das ungewöhnliche Engagement, welches die Eltern und Kindern nunmehr missen müssen.

Für die Eltern der betroffenen Kinder besteht nunmehr eine Vielzahl an Fragen. Für die Kinder  bedeutet dies eine ganz erhebliche Umstellung. Der pauschale Verweis auf Einrichtungen in Heidelberg und Mannheim ist verfehlt, da dort nicht in jeden Fall eine vergleichbare oder einschlägige Behandlungsmöglichkeit angeboten wird. Einige Familien haben in Zukunft weite Wege vor sich. In jedem Fall führt jeder Weg mit dem kranken Kind aus der Vorderpfalz heraus.

Die Geschäftsführung des St. Marien- und  Annastiftskrankenhauses folgte ohne Rücksicht auf die Versorgungs- und Behandlungssituation dem „Primat der Ökonomie“.

Wir werden noch im Rahmen einer gesonderten Aktion auf die Schließung der Ambulanz,
die Hintergründe und Folgen aufmerksam machen !

- Weitere Infos - auch zu kommenden Aktionen - alsbald wieder hier ! -

 


Ältere Nachrichten :


Dies ist die Internetpräsenz der Eltern von krebskranken Kindern, die auf der Kinderkrebsstation des St. Annastiftskrankenhauses in Ludwigshafen behandelt wurden. Der Kampf um die Erhaltung der Kinderkrebsstation ist beendet. Die Station wurde - wider der Vernunft - zum 31.12.2007 geschlossen.

Ca. 8 Monate reichten nicht aus, um die Verantwortlichen und die Politik davon zu überzeugen, dass sich die Geschäftsführung des St. Marien- und Annastiftskrankenhauses in unverantwortlicher Weise aus der stationären Behandlung krebskranker Kinder zurückzieht. Wir haben außerordentliche Unterstützung erhalten. Dafür sind wir sehr dankbar ! Es zeigt uns auch, dass wird mit unseren Entsetzen und unsere Bemühungen nicht alleine waren.

Danke !

Die gesamten Spenden wurden der Deutschen Leukämie Forschungshilfe - Aktion Pfalz e.V. übergeben. Dieser Verein kümmert sich seit Jahrzehnten um krebskranke Kinder innerhalb dieser Region. Wer könnte es besser beurteilen als die Betroffenen selbst, dass das Geld dort sehr gut aufgehoben ist. Gerne geben wir über die konkreten Verwendungen der Gelder Auskunft. Wenden Sie sich hierzu an die Kontaktpersonen oder an die Deutsche Leukämie Forschungshilfe - Aktion Pfalz e.V.
 


Notiz zum 16.03.2008: Die Geschäftsführung des St. Marien- und Annastiftskrankenhaus gibt gespendete Gegenstände der Kinderkrebsstation Michael II an die Deutsche Leukämie Forschungshilfe Verband-Pfalz e.V.. Die Gerätschaften werden u.a. der Mannheimer Kinderkrebsstation zur Verfügung gestellt. Dort werden die Gegenstände dringend gebraucht.
Damit wurde sichergestellt, dass die bisher erbrachten Spenden für die Kinderkrebsstation Michael II auch in Zukunft
bestimmungsgemäß verwendet werden. Eine vernünftige Lösung.

Die Geschäftsführer des St. Marien- und Annastiftskrankenhauses stellen zur Verwendung von Spenden klar ... - siehe Aktuell -


WIR SIND SEHR TRAURIG


Das Protokoll vom Runden Tisch auf vielfachen Wunsch: Hier zum Download
Für Insider: Die Stellungnahme zum Berichtsplan des IQWiG: Hier zum Download

Danke - Anzeige in der Rheinpfalz am 27.10.2007: Hier zum Download
- ab Dienstag wird die Terminliste aktualisiert -
  


H I N W E I S

Die Kinderkrebsstation Michael 2 schließt unter skandalösen Umständen zum 31.12.2007 ! Das war leider das Ergebnis eines Gesprächs am "Runden Tisch", welches am 10.09.2007 stattfand (siehe unter Aktuell). Wir müssen uns offensichtlich damit abfinden, dass einem konfessionell orientierten Krankenhaus betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen wichtiger sind als eine gute Behandlungsqualität und dass zur Durchsetzung dieser Ziele - trotz Kirchennähe - mit mehr als befremdlichen Mitteln gearbeitet werden konnte.

Wir werden die Einhaltung der Vereinbarung vom 22.03.2007, den zugesagten Fortbestand der Kinderambulanz am St. Annastiftskrankenhaus und die Umsetzung der angeblich vorhandenen Kooperationsvereinbarung mit der Uni-Klinik in Mannheim kritisch verfolgen und kämpfen in Kenntnis der Bedeutung für die Behandlungsqualität in Deutschland - und auch in Kenntnis der Tatsache, dass die Vereinbarung vom örtlichen Träger nur als Begründung vorgeschoben wurde - weiterhin für die sofortige Aussetzung oder G-BA Vereinbarung vom 16.05.2006.

Wir laden SIE dazu ein, sich mit der Materie kritisch auseinander zu setzen, gegebenenfalls Fragen zu stellen und sich anschließend unserem Protest anzuschließen.


Wir fordern die sofortige Aussetzung der Vereinbarung des G-BA und schließen uns dem Protestschreiben der Elterninitiative an den G-BA vom 16.04.2007 an !
Download hier

Dr. med. Hartmut Wirth
Leitender OA der Kinderchirurgischen Klinik
Universitätsklinikum Mannheim eGmbH
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim

Dr. Thomas Liebner
Leitender Arzt der Klinik für 
Kinder- und Jugendmedizin
Perinatalzentrum
Reinhard Nieter Krankenhaus
Friedrich Paffrath Str. 100
26389 Wilhelmshaven


Karin Stötzner
Vorstand der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen
Albrecht-Achilles-Str. 65
10709 Berlin


Deutsche Leukämie-Forschungs-Hilfe
Verband - Pfalz e.V. Aktion für krebskranke Kinder - gemeinnütziger Verein
Albrecht-Dürer-Ring 17
67227 Frankenthal

Dr. med. Joseph Erkel
Leitender Fachbereichsarzt
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
St. Marienhospital Vechta
Marienstraße 6
849377 Vechta

Institut für Pflegerecht und Gesundheitswesen
Werner Schell, Dozent, Journalist und Buchautor
Harffer Straße 59
41469 Neuss
www.wernerschell.de

 

Elterngruppe Krebskranker Kinder Saarbrücken Winterberg e.V.
Vorsitzende Karin Jost

 

Förderkreis für krebskranke Kinder im Allgäu e.V.
Monika Panzer (Vorsitzende)
Dr.-Muschak-Str. 45
87600 Kaufbeuren

 

 

Klinikum Delmenhorst gGmbH
Dr. med. Claudia Niekrens
Wildeshauser Straße 92 (Deichhorst)
27753 Delmenhorst

 

Selbsthilfegruppe Krebskranker Kinder
Gerda Schommer
Weiherzanter Weg 1
92260 Ammerthal

Elterninitiative an der Kinderklinik "Am Gesundbrunnen"
in Heilbronn
Vorsitzender der Elterninitiative Peter Matt


... und viele andere mehr !

Schließen Sie sich dieser Erklärung auch an ? Bitte mit diesem Fragebogen mitteilen !


Zum Freilandversuch“ des Gemeinsamen Bundesausschuss mit 120
Kinderkrebsstationen und ca. 5.000 krebskranken Kindern und deren Familien

Infolge der „Vereinbarung des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Qualitätssicherung für die stationäre Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit hämato-onkologischen Krankheiten“ vom 16.05.2006 soll die Kinderkrebsstation am St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen - wie viele andere kleinere Stationen in der Bundesrepublik Deutschland auch - zum Jahresende geschlossen werden.

Mit einem Protestschreiben vom 16.04.2007 an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) verlangt die Elterninitiative zum Erhalt der Kinderkrebsstation im St. Annastiftskrankenhaus die sofortige Aufhebung der Vereinbarung vom 16.05.2006. Das Bundesgesundheitsministerium wurde zwischenzeitlich aufgefordert , im Rahmen der Rechtsaufsicht tätig zu werden.       

Die Elterninitiative stellt fest:

  1. Infolge der Vereinbarung des G-BA müssen zum 31.12.2007 voraussichtlich 80 von 120 Kinderkrebsstationen schließen. Damit ist eine über Monate bzw. zum Teil jahrelange intensive Begleitung der Kinder durch ihre Familien nicht mehr gewährleistet.
     
  2. Durch die Schließung sind qualitativ hochwertig arbeitende Krankenhäuser ( wie z. B. das 
    St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen ) oder Krankenhausverbünde ( wie z. B. in Oldenburg ) betroffen.
     
  3. Die Vereinbarung des G-BA erfolgte ohne vorherige Erfassung der Versorgungsstruktur und ohne vorherige Prüfung der vorhandenen räumlichen und personellen Ressourcen in den Kliniken.       
     
  4. Der G-BA stellt nicht begründete Qualitätskriterien auf, die zu einer Extremzentralisierung führen. Die Qualitätskriterien gehen an dem tatsächlichen Bedarf - an Verbesserungen in der Kinderonkologie - vorbei. So hat z .B. das Gutachten 2000/ 2001 des Sachverständigenrates (SVR) für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen "Bedarfsgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit“ in Bd. III festgestellt, dass eine Verbesserung der Qualität dringend hinsichtlich der psychosozialen Versorgung der Betroffenen, der palliativen Betreuung und der Schmerztherapie notwendig ist.
     
  5. Der Inhalt der Vereinbarung und die Vorgehensweise des G-BA sind vollkommen verfehlt. Der Entwurf wurde nie auf breiter Ebene zur Diskussion gestellt. Die vollkommen neue Strukturierung der Behandlungssituation in der Kinderonkologie wird von keiner Stelle koordiniert.   
     
  6. Es gibt bereits im Ansatz keine Vereinbarung mit den Kostenträgern wegen des finanziellen Mehrbedarfs oder verbesserten Mitteleinsatzes in den neuen kinderonkologischen Zentren, so dass die Maßnahme bei Vorspiegelung erhöhter Qualität im Ergebnis nur zu einer Kostenersparnis führt.           
     

Die Vereinbarung darf unter keinen Umständen in die Praxis umgesetzt werden. Sie führt eindeutig zu einer erheblichen Verschlechterung der Verhältnisse. Die Elterninitiative fordert vom G-BA:           

Angesichts der Tatsache, dass die betroffenen Krankenhäuser disponieren müssen und die neuen Anforderungen spätestens ab dem 31.12.2007 gelten, wird die Elterninitiative in den nächsten Wochen verstärkt für die Aussetzung "kämpfen".


Dachverband Deutsche Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder e.V. fordert
Änderung der Vereinbarung des G-BA



Der Vorstand des Dachverbands Deutsche Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder e.V.- (DLFH), auch Träger der Deutschen Kinderkebsstiftung (www.kinderkrebsstiftung.de), hat in der Mitgliederversammlung am 16.06.2007 in Heidelberg mitgeteilt, dass er nunmehr ebenfalls Änderungen der Vereinbarung des Gemeinsamen Bundesausschusses fordert.

Der Vorsitzende des DLFH, Ulrich Ropertz, äußerte seine Kritik daran, dass bestimmte Strukturen auf einem Klinikgelände bereit gehalten werden müssen und damit langwierige Patiententransporte auf einem Klinikgelände zulässig sind, aber kurze Transporte zwischen Kliniken eines Träger oder einer Kooperationseinrichtung unzulässig sind. Des weiteren wurde sich der Kritik hinsichtlich der Anforderungen zur Personalausstattung angeschlossen. Die Festlegung einer starren Zahlung von Kinderonkologen ohne Beachtung der Abteilungsgröße sei nicht sachgerecht. Gefordert wurde ein Merkmal der ständigen Erreichbarkeit. Weiterhin wurde kritisiert, dass die Untersuchung zur onkologischen Versorgungsqualität bis zum 01.01.2009 vorgelegt werden soll, die Kriterien der Vereinbarung des
G-BA jedoch bis dahin bereits erfüllt sein müssen. Dieses würde bedeuten, dass entweder die Vorgaben der Vereinbarung des G-BA von den jeweiligen Zentren erfüllt wurden, oder in den Kliniken keine onkologischen Patienten mehr versorgt werden. Diese Entscheidungen sind im Regelfall unumkehrbar, die o.g. Untersuchung ist bei einer Veröffentlichung 2009 ohne größere Bedeutung für die hier zu treffenden Entscheidungen. Hier werden seitens des DLFH u.a. Fristverlängerungen gefordert.


Warum ?
Wir können als betroffene Eltern nicht verstehen
,
weshalb eine anerkannte, absolut hervorragend geführte und
vorbildlich ausgestattete Kinderkrebsstationen in Deutschland
auch in qualitativ hochwertig arbeitenden Krankenhäusern mit außerordentlich
engagierten und zuverlässigen Mitarbeitern
zum 31.12.2007 aufgelöst wird !

 

Wir sind  Eltern, deren Kinder auf der Kinderkrebsstation "Michael 2" im St. Annastift in Ludwigshafen behandelt werden, deren Kinder auf dieser Station waren, aber auch Eltern von Kindern, die auf der Station "Michael 2" sterben mussten. Wir alle wissen die besonderen Rahmenbedingungen zu schätzen, die einstmals die Nonnen aus dem Stift St. Dominikus, der jetzige Träger und all die vielen Spender und zahllosen Helfer geschaffen haben. Wir alle wollten, dass die Station für uns und andere erhalten bleibt. Was vorbildlich ist, müssen andere nachmachen und darf nicht wegen anderweitiger Interessen von heute auf morgen beendet werden.

 



Wir wollten, dass der Träger vor Ort aktiv daran arbeitet, die Station "Michael 2" zu halten. Nichts ist geschehen. Der Träger nutzte die Vereinbarung G-BA als Vorwand um die Station zu schließen. Unter Berufung auf die neuen "Qualitätsvorschriften" wird die Station zum 31.12.2007 geschlossen.

Wir haben die Hoffnung, dass dieses Schicksal anderen Krankenhäusern erspart bleibt, 
welche ernsthaft um den Fortbestand kämpfen !
 

Keiner kann alles, aber jeder kann etwas
und gemeinsam können wir sehr viel !

 

 


Zu den "Spielregeln" der Elterninitiative: Wir sagen bei Hintergrundgesprächen prinzipiell auch Vertraulichkeit zu, so dass hier und an anderer Stelle nicht davon berichtet wird ! Wir danken auf diesen Weg allen Kontaktpersonen für die vertrauliche und konstruktive Zusammenarbeit ! Wir danken für die Erklärung der oftmals schwierigen Sachverhalte ! Es ist und bleibt auch nach Auffassung fast aller Kontaktpersonen "ein Skandal", dass die vorbildliche Station Michael II in Zukunft keinen Bestand mehr haben soll.

Hinweis zu den Unterschriftenlisten: Wir sammeln weiter Unterschriften ! Die Unterschriftenlisten können bei den Kontaktpersonen oder im Büro der Ortsvorsteherin in Mundenheim, Frau Anke Simon, Mundenheimer Straße 35 in Ludwigshafen / Mundenheim abgegeben werden ! Wir liegen bei über 23.000 Unterschriften ! Neue Listen stehen oben im Download bereit.
 

Wenn nicht alles so schlimm wäre, könnte man drüber lachen:

Kochbuch für große Krankenhäuser und Kostenträger im Gesundheitswesen

 

Man nehme:

- eine gut angesehene Institution wie den Gemeinsamen Bundesausschuss

- schlecht informierte Bürger

- einen Schuss begründeter Zuversicht aus dem „Hat-doch-schon-mal-geklappt " - Sortiment

- eine Reihe unbegründeter, aber eingängiger Thesen und Worthülsen
- nach Wahl: "mutlose" oder "leichtgläubige" Politiker ohne Kritikfähigkeit und Durchsetzungsvermögen


 

  1. Man stelle geringe Auslastung bzw. geringe Wirtschaftlichkeit in großen Krankenhäusern und zu hohe Kosten fest. 
     
  2. Anschließend behauptet man ( wie z.B. in der Kinderonkologie ) ohne tatsächliche oder wissenschaftliche Grundlage
                a) geringe Qualität in kleineren Krankenhäusern und
                b) eine reine Abhängigkeit von Quantität und Qualität
    und schiebe dabei die z. B auf dem Deutschen Ärztetag 2004 formulierten Bedenken und deutlich formulierte Hinweise sorgsam beiseite. Aber bitte SO, dass es keiner merkt !
     
     
  3. Man löse die behaupteten Feststellungen dahingehend auf, dass bestimmte Bereiche von kleineren Krankenhäusern schließen müssen, da sie nicht die erforderliche Qualität leisten ( können ) und fordere wo es geht „Mindestmengen“.

    Zur Durchsetzung der „Mindestmengen“ nehme man in widerstandsgefährdeten Bereichen ( z.B. Kinderonkologie ) die Terminologie „Maßnahme zu Qualitätssicherung“. In diese Form gieße man die Anforderung von teuren Geräten ( z.B. MRT / oder CT ) und eine Mindestpersonalausstattung, welche bei großen Krankenhäuser ohnehin vorhanden ist und an der kleine Krankenhäuser scheitern müssen.

    VORSICHT: Man sollte bedacht sein, nicht aus
    Versehen Kriterien zu wählen, welche auch große Krankenhäuser nicht erfüllen können, wie z.B. eine bestimmte ( angemessene ) Personalausstattung, da dieses die „Suppe“ wegen erhöhter Kosten wieder versalzen könnte.
     
  4. Man vergesse auch nicht: das Bedauern gegenüber der Schließung von kleineren Krankenhäusern wiederholt zum Ausdruck zu bringen, um damit die eigenen „guten Absichten“ zu unterstreichen !  
     
  5. ACHTUNG - damit die Sache nicht bitter aufstößt : stetiges Wiederholen, dass dieses eine „Maßnahme der Qualitätssicherung“  sei, ist unbedingt erforderlich ! Dieses wirkt genau so wie das Wort „Sicherheit“. Wer will schon dagegen sein ! Man setze sich aber NIE  ( in Worten: in keinem Fall ) inhaltlich mit Kritikern auseinander: Dann merken nämlich sofort auch Laien, dass das ganze eine Mogelpackung ist.

    Man sollte sich auch keinesfalls damit auseinandersetzen, dass die Qualität bereits weltweit Spitzenklasse ist und keine Fragen zulassen, warum das so ist ! Es ist bekannt, dass man wegen dieser Feststellungen bisher nicht mehr Patienten oder Geld bekommen hat !
     
     
  6. Man erhält ganz zwang- und wahrscheinlich kritiklos nach kurzer Wartezeit eine gute Auslastung der größeren Krankenhäuser und geringe Kosten für die Kostenträger !

    So einfach ist das !

    Manch ein Krankenhaus wird sogar dankbar sein, weil man sich von defizitären Bereichen endlich einmal trennen kann. Hierzu gehören insbesondere Krankenhäuser, die einen besonderen Zwang zur Begründung verspüren. 

    Den anderen erzählt man weiterhin, das sei eine „Maßnahme der Qualitätssicherung“ !
  7. Keine Angst, dass man für die Verhältnisse zur Verantwortung gezogen werden könnte, 

    - wenn krebskranke Kinder lange Wartezeiten haben,
    - wenn mangels Sachnähe die Ausbildung im kinderonkologischen Bereich nicht mehr funktioniert,
    - wenn Eltern ihren Arbeitsplatz aufgeben müssen, um Monate oder Jahre ihre Kinder in weit entfernten Krankenhäusern zu pflegen,
    - wenn die psychosoziale Begleitung krebskranker Kinder in Großkliniken nicht mehr klappt,
    - wenn mangels „Konkurrenz“ keine besonderen Leistungen mehr erbracht werden, 
    - wenn Deutschland in der Kinderonkologie weltweit in´s Mittelmaß zurückfällt.

    Man verweist dann einfach auf die Politik und jeder wird es glauben ! Die gute Auslastung und die Kostenersparnis bleibt !
      
     
  8. Für Fortgeschrittene: man nutze die Gelegenheit und fordere mit großen Krankenhäusern und Kostenträgern gemeinsam mehr Geld von der Politik !

    Sollte derweil ein Kind an Krebs erkranken, dann kann man mit diesem Geld die Behandlung des Kindes im Ausland bezahlen.

    Wohl bekommt´s !


 

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