Elterninitiative, 31.03.2007

Presseerklärung vom 31.03.2007

Wie angekündigt haben sich Eltern, Kinder, Angehörige und Freunde am 31.03.2007 um 5 nach 12 Uhr am Südweststadion in Ludwigshafen getroffen und ihre Autos bunt hergerichtet, um die traurige Informationsfahrt im Zusammenhang mit der geplanten Schließung der Kinderkrebsstation "Michael II" im St. Annastiftskrankenhaus erträglicher zu gestalten.

Auf einem Anhänger des "ONKO-Express" wurde bereits das erste Krankenbett symbolisch transportiert.

Der lange Lindwurm fuhr zunächst durch die Ludwigshafener Innenstadt, dann durch Maudach, Mutterstadt, Limburgerhof, Neuhofen und Waldsee. Über Otterstadt ging es schließlich bis nach Speyer. Auch dort zog sich der "ONKO-Express" durch die gesamte Innenstadt, um daran zu erinnern, dass nach dem Willen der Geschäftsführung des St. Annastiftskrankenhaus schon seit dem 23.03.2007 keine neuerkrankten Kinder mehr auf "Michael II" stationär aufgenommen werden und somit seit einer Woche bereits keine stationäre Versorgung von neu an Krebs erkrankten Kindern in Ludwigshafen mehr erfolgt.

Entlang der Strecke bekamen die Fahrer und Mitfahrer viel Zuspruch von Passanten und Anwohnern. Immer wieder sahen die mit Mundschutz ausgestatteten Express-Teilnehmer den erhobenen Daumen oder hörten spontan ausgesprochene Zustimmung. Aufgrund der langen Fahrzeugschlange hat es der Zug letztlich nur bis nach Speyer geschafft. Oft reichten sogar eine oder zwei Ampelphasen nicht aus, um den Wurm durchzulassen. Nach ca. 4 Stunden Fahrzeit wurde die Informationsfahrt von den Teilnehmern in Speyer beendet. Danach blieben die Teilnehmer noch vor Ort, um sich auszutauschen und die Kulisse der toll hergerichteten Fahrzeuge zu bestaunen.

Schon bei Herrichtung der Fahrzeuge am Südweststadion in Ludwigshafen hatte sich der Geschäftsführer der St. Dominikus Krankenhaus und Jugendhilfe gGmbH (Träger des St. Annastifts), Herr Markus Trescher, überraschenderweise eingefunden und sprach mit Vertretern der Elterninitiative. Herr Trescher unterbreitete das Angebot zur Bildung eines Arbeitskreis, um gemeinsam einen Lösungsweg zu erarbeiten. Zur Terminabsprache nimmt ein Vertreter der Elterinitiative am Montag den 02.04.2007 mit Herrn Trescher Kontakt auf. Damit erfüllt sich möglicherweise eine Woche nach der gemeinsamen Vereinbarung vom 23.03.2007 eine der Forderungen der Elterninitiative, dass gemeinsam mit der Geschäftsführung des Krankenhauses nach einem Konzept zur Aufrechterhaltung der Kinderkrebsstation gesucht und ein "Ausbluten" der Abteilung aufgrund des bestehenden Aufnahmestopps für neu an Krebs erkrankte Kinder verhindert wird.

i. A. Ina Wegner / Michael Eichin
Elterninitiative zum Erhalt der Kinderkrebsstation
im St. Annastiftskrankenhaus in Ludwigshafen am Rhein<